Glückskatze sagt:

Glücklich ist, wer das, was er liebt, auch wagt, mit Mut zu beschützen.

                 

Im Mittelalter galten sie als Hexentiere

Die Katze wurde im Mittelalter mit Heidentum und Zauberei assoziiert. Sie galten als Verkörperung des Bösen und wurden wie die Hexen auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Papst Gregor IX. gründete 1232 die Inquisition, um Ketzer aufzuspüren, die den Teufel in Gestalt eines schwarzen Katers verehrten. 

Hexen, Katzen und Inquisition
   
  Im 15. Jahrhundert wurden in Europa die Anhänger heidnischer Rituale der Ketzerei beschuldigt und bald darauf der Hexerei bezichtigt. 1484 verkündete Papst Innozenz VIII., dass Hexen den Satan anbeten und die Gestalt ihrer tierischen Gehilfen, der so genannten Hexentiere, annehmen würden. Und die nachtaktiven Tiere verschliefen den ganzen Tag, um nachts die bösen Geister zu dirigieren. Das Paarungsgeschrei der Katzen interpretierte man als die Schreie unschuldiger Menschen, die von Hexentieren aufgefressen werden. Im katholischen Europa wurden Menschen gefoltert und umgebracht, weil sie Katzen besaßen oder betreuten. 

Die schwarze Katze
 
    Alte Frauen wurden verdächtigt, sich nachts in schwarze Katzen zu verwandeln, in die Ställe zu schlüpfen, um das Vieh zu verderben. Vor allem schwarze Katzen wurden als Vertraute der Hexen und Gehilfen des Teufels betrachtet. Sie galten als Verkörperung des Bösen und wurden deshalb genauso verfolgt wie die Hexen und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Als die Pest in Europa ein Drittel der Bevölkerung dahin raffte, wurde nicht den Ratten, sondern den Katzen die Schuld gegeben. Der Oberbürgermeister von London ordnete die Tötung aller Katzen an, um damit die größte Barriere gegen die Ausbreitung der Seuche zu beseitigen. 

Aberglaube
     Später wurden in England die unglückseligen Katzen, die einem über den Weg liefen, zum Glücksbringer. Es basierte auf der Idee, dass das Unheil vorübergegangen sei, ohne Schaden anzurichten. In anderen Länder war es umgekehrt. Die schwarze Katze galt als Unglücksbotin. In Japan symbolisierte das Bild einer Katze, die einladend die Pfote hebt, das Symbol für Glück und Wohlstand. Die Legende der "Maneki.neko" (winkenden Katze) entstand, als ein Samurai einer Katze zu einem Tempel folgte, wo beide Schutz vor einem Unwetter fanden. Dadurch verbreitete sich der Ruhm des Tempels und die Leute ließen ihre toten Katzen dort begraben und beteten für die Katzenseelen und für ihr eigenes Wohlergehen.

Heute gelten Katzen als Glücks- und als Unglücksbringer