Der Spruch ist bekannt und trifft
zu: „Hunde wollen ein Frauchen oder Herrchen und Katzen brauchen Personal!“
Darin spiegelt sich die ganze Persönlichkeit der Katze, die ihre Ansprüche an
die Umwelt und die wichtige menschliche Betreuung für eine
Selbstverständlichkeit hält. Natürlich besorgen Katzen ihre Pflege auch selber,
lassen sich aber noch viel lieber betreuen. Das geht gut mit den Wünschen
überzeugter Katzenhalter zusammen, die ihren Liebling nur zu gern verwöhnen
wollen.
von Dr. Rolf Spangenberg
Ernährung
Katzen sind Fleischfresser. Man füttert sie am
besten mit Fertigfutter, das es im Handel als Trocken- und Nassfutter gibt.
Achtung: Junge Katzen brauchen eine spezielle Kost, die auf ihre Bedürfnisse
abgestimmt ist. Erwachsene Katzen erhalten zwei bis drei Hauptmahlzeiten pro
Tag.
Der Fütterungszeitpunkt kann sich nach unserem Tagesablauf richten. Die
Fütterungszeiten sollten aber immer gleich sein.
Die Menge des Futters richtet sich nach der Größe, dem Alter, dem Temperament
der Katze und der Jahreszeit.
Ess- und Wasserschüssel müssen täglich gereinigt werden und Futterreste dürfen
nicht im Napf bleiben. Ihr müsst sie unbedingt entfernen, damit die Tiere nicht
krank werden.
Manchmal sind Katzen ziemlich wählerisch beim Essen. Manche fressen jeden Tag
das gleiche. Andere Katzen dagen lieben die Abwechslung oder mögen nur ganz
bestimmtes Futter.
Katzen brauchen immer frisches Wasser. Am besten stellt man mehrere Trinknäpfe
im Haus auf. Katzen, die viel Trockenfutter fressen, brauchen besonders viel
Wasser.
Besteht anhaltende Appetitlosigkeit, verbunden mit Durchfall, Erbrechen,
Verstopfung oder Mattigkeit, muß der Tierarzt aufgesucht werden.
Auch wenn unsere Katze Kuchen oder Reispudding frißt, gerne Mehl- oder
Sahnesaucen schlabbert, wenn sie auf Kalbsleberwurst scharf ist - das alles
bekommt ihr nicht. Eine Katze ist weder ein Resteverwerter noch ein
Delikatessenschlucker.
Haltung
Autos sind die größten Feinde der Katzen. Mit dem
Autoverkehr kommen die Katzen nur sehr schlecht zurecht.
Deshalb gilt:
Wer an einer verkehrsreichen Straße lebt, sollte die Katze nicht aus dem Haus
lassen.
Ideal ist es, wenn die Katze die Wohnung durch ein Katzentürchen jederzeit
verlassen kann, denn die Katzen müssen oft nur für zehn Minuten im eigenen
Revier nach dem Rechten sehen und kommen dann wieder nach Hause.
Wohnt die Katze nur in der Wohnung, muss ein Katzenklo mit geeigneter Einstreu
bereit stehen.
Außerdem sollte man dann für genug Spielzeug und Abwechslung sorgen, damit die
Wohnung zu einem richtigen Katzenrevier wird und die Tiere sich nicht
langweilen.
Pflegeplan
Täglich:
- füttern (zwei- bis dreimal)
- frisches Wasser
- Ess- und Wasserschüssel reinigen
- streicheln
- Bürsten bei langhaarigen Katzen
Wöchentlich:
- Ruheplatz reinigen
- Futter einkaufen
- Augen, Ohren, Mund und Haut kontrollieren
Monatlich:
- vorbeugende Behandlung gegen Flöhe und Würmer (wenn nötig)
Jährlich:
- Gesundheitsuntersuchung beim Tierarzt, Schutzimpfungen
Spielen
Junge und auch viele ältere Katzen spielen
leidenschaftlich gern. Spielen dient als Schule zum Leben und macht allen
Beteiligten dazu noch großen Spaß.
Katzenspielzeug lässt sich mit einfachen Mitteln selber basteln. Dazu eignen
sich Sektkorken, Kordelbälle, Stoffmäuse und Papierkugeln.